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Einfach machen & Verantwortung übernehmen – Die Menschen hinter den Veit-Bach-Festspielen

  • 12. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Mai

Der eine wollte einfach mal ausprobieren, wie Theater überhaupt funktioniert. Der andere übernimmt plötzlich die Regie eines großen Heimatprojekts.

Genau diese Gegensätze machen die Veit-Bach-Festspiele besonders.


Michael Bilinger

wollte ursprünglich einfach nur mal ausprobieren, wie Theater überhaupt funktioniert.

Oder, wie er es selbst sagt:

„Eins von zwei Dingen wollte ich als Rentner noch machen: Synchronschwimmen oder Theater spielen. Ich hoffe, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.“

Ein Satz, bei dem man sofort merkt: Hier geht es nicht um perfekte Schauspielkarrieren. Hier geht es um Menschen, die Lust haben, etwas auszuprobieren.

Michael ist seit 2022 in der Theatergruppe des Wechmarer Heimatvereins dabei. Mit Humor, Offenheit und einer guten Portion

„Ich mach einfach mal“

ist er längst Teil des Ensembles geworden.

Bei den Veit-Bach-Festspielen 2026 übernimmt er eine Rolle mit Gewicht: Er spielt den Hauptmann im Dreißigjährigen Krieg.

Zwischen Kriegswirren, Dorfgeschichte und Theaterfreude wird aus dieser Rolle mehr als nur eine Figur auf der Bühne. Sie steht für einen Moment, in dem Geschichte lebendig wird — mit einem Augenzwinkern, aber auch mit Bedeutung.

Auf der anderen Seite steht

Maximilian Mänz.


Geboren 1995 in Gotha, Abitur 2013 in Gotha, anschließend Studium der Pharmazie von 2013 bis 2019. Seit 2019 arbeitet er als angestellter Apotheker in der Burgenland-Apotheke Günthersleben. Lange war Gotha sein Zuhause, seit April 2026 lebt er in Erfurt.


Seine Verbindung zur Bühne kommt vor allem über die Musik. Maximilian interessiert sich für Musik und Kultur, spielt Klavier und singt seit etwa fünf Jahren im Gesangsverein Seebergen 1881 e.V.

Beim letzten Schauspiel vor vier Jahren übernahm er bereits die stellvertretende Chorleitung des Gesangvereins.

Doch Regie?

„Mit Regieführung hatte ich bisher noch keine Berührungspunkte, bin aber immer offen für neue Herausforderungen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen Schauspielenden.“

Und genau darin liegt der besondere Reiz.

Der eine steht als Hauptmann auf der Bühne und muss über Schicksale entscheiden. Der andere übernimmt Verantwortung hinter und vor der Bühne, ordnet Szenen, Menschen, Stimmen und Abläufe.

Michael springt mit Humor hinein.Maximilian wächst in eine neue Aufgabe hinein.Beide zeigen, was die Veit-Bach-Festspiele ausmacht.

Menschen kommen zusammen.Sie bringen ihre Geschichte mit.Ihre Talente. Ihre Zweifel. Ihre Neugier.


Und plötzlich entsteht etwas Gemeinsames.
Nicht perfekt. Nicht glattgebügelt.Sondern lebendig.
So wird Heimat nicht nur erzählt. Sie wird gespielt.Von Menschen, die sich trauen.




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